Nijara in der Ziegelhütte der Lustmolche

Nachdem Nijara das Kind getröstet hatte, war die Lage soweit gesichert. Sie verabschiedete sich von der Gruppe, um bei ihrem Vorgesetzten, Shepsis, nach dem Stand der Lage zu fragen.
Nachdem sie den anderen Kriegspriestern der Kirche zur Hand gegangen war und die Untoten in die Nekropole zurückgedrängt wurden, musste sie sich allerdings wieder auf den Weg zur kleinen Abenteurer-Gruppe machen. Ihr Ehrgefühl verbot es ihr, gegen den geschlossenen Vertrag, mit der kleinen Gruppe, zu verstoßen. Shepsis war zwar nicht allzu erfreut, konnte sie allerdings verstehen.
Er gab ihr den Hinweis das die Gruppe im Hafenviertel sein könnte, da sie ihn während Nijara kämpfte aufgesucht hatten, warum genau sie da waren wollte er ihr nicht verraten, aber er war sehr verärgert, da die Gruppe sich wohl in Angelegenheiten des Tempels eingemischt hat.
So zog sie denn los, die kleine Truppe zu suchen und fand diese tatsächlich im Hafenviertel vor einer alten Ziegelei. Die Gruppe berichtete ihr, dass sie in ihrer Abwesenheit beauftragt wurden einen Priester des Tempels der Pharasma zu suchen. Auf diesem Wege sind sie auf eine Verbrecherbande gestoßen, die den armen Priester entführt hatte.
Die Gruppe beschloss, dass es das beste war, wenn Pippes, der kleine Halbling der Gruppe, sich zunächst hineinschleichen würde, um die Lage zu sondieren. Gesagt getan, er schlich vor in einen Raum, der nur durch Öllampen erhellt war. Allerdings schien alles ruhig, so dass er die anderen nachkommen ließ. Nijara stürmte zusammen mit Jahan, der Bardin der Truppe, die Treppe runter, als plötzlich unter ihnen der Boden nachgab und sie in eine 30m tiefe Grube vielen. Dabei verletzten sich beide stark. Zum Glück hatte Jahan einen Heilzauberstab dabei so dass es beiden schnell wieder besser ging. Pippes warf ihnen auch ein Seil hinunter, so dass beide wieder aus der Grube steigen konnten und nur mit dem Schrecken davonkamen.
Gemeinsam wollte man nun weiter die Ziegelei erkunden. Die Gruppe betrat einen dunklen Raum. Als Nijara ihren Heiligenschein entzündete wichen die anderen aus Ehrfurcht einen Schritt zurück. Durch ihr licht konnten sie allerdings erkennen das es sich um einen Lagerraum handelte. Auf einem Ständer zur rechten entdeckten sie, direkt am Eingang, die Kleidung und das heilige Symbol eines Pharasma-Priesters. Mit einem Mal erschien ein kleiner Vogel wie aus dem nichts über dem Kleiderständer. Begeistert erkannte er das es sich um die Kleider seines Freundes Ptenemip handelte. Nijara die den kleinen Vogel (Quasim), einen Boten ihrer Göttin Pharasma, genauso gut kannte, wie Ptenemip, die beiden waren beste Freunde und überall im hiesigen Tempel bekannt, war nur kurz überrascht.
Quasim entschuldigte sich bei Ihr, dass er sich erst jetzt zeigen würde, doch hatte er vergessen, das er sich unsichtbar gemacht hatte. Nijara nahm ihm das nicht krumm und nachdem sie nun wusste wer gesucht wird, gingen sie nach ihm auf die Suche. Am anderen Ende des Lagerhauses entdeckten sie eine Tür, durch die Nijara ohne zu zögern schritt. Dabei stand sie plötzlich zwei Stadtwachen und einer Hyäne gegenüber. Nijara wollte diese gerade begrüßen, als ihr die silbernen Anhänger um ihren Hals auffielen. Sie waren das Erkennungszeichen, der silbernen Anhänger, der Verbrecherbande, die ihre Gruppe gerade verfolgte.
Nijara zog ihr Schwert und ging in den Angriff über. Schon nach kurzem Kampf gelang es ihr die Hyäne zur Strecke zu bringen. Jahan hatte allerdings Pech. Ein Bolzen aus der Armbrust des einen Schurken, traf sie voll in die Brust. Um sie zu retten sendete Nijara instinktiv eine Welle der positiven Energie aus. Was allerdings schreckliche Folgen hatte.
Die Welle erweckte ein Wesen, das nur aus Gedärmen bestand, die bei der Mumifizierung den Pharaonen entnommen wurden. Die beiden Schurken erschraken vor erfurcht und so wurden binnen weniger Sekunden aus bekämpfenden Rivalen Kampfgenossen. Die Schurken kämpften nun mit ihrer Gruppe gegen das Monster, doch konnten sie ihn nicht besiegen. Quasim hatte eine Idee. Er lenkte das Monster durch seinen Gesang ab, so dass sich die Gruppe und die Schurken in Sicherheit bringen konnten. Alle flohen nach draußen, wo die Schurken direkt das Weite suchten. Nijara und ihre Truppe wollten allerdings wieder hinein, um Ptenemip zu retten. Nijara informierte die anderen, dass sie sich um Quasim keine Sorgen zu machen brauchen, er kann sich unsichtbar machen und entkommen. Selbst wenn er sterben würde käme er zurück in Pharasmas Reich und könnte zurückkehren.
Also heilte sie die Gruppe und man brach erneut auf in die Ziegelei. Da im Lagerraum alles ruhig war, schlug Nijara die Tür zum Lagerraum zu und Jahan sicherte die Tür magisch. Das Gedärme-Monster war eingeschlossen.
Kaum war die Tür geschlossen vernahm die Truppe Hilferufe aus der anderen Richtung der Ziegelei. Sie folgten den Rufen und fanden Ptenemip in einem Brunnen vor den Brennöfen. Sie halfen ihm raus und erfuhren das er von den silbernen Anhängern entführt und zusammengeschlagen wurde. Warum das weiß er allerdings nicht. Die Verbrecherbande hatte seit neuestem einen anderen Anführer und ihre Strategie komplett gewechselt. Er berichtete der Gruppe vom Anführer, der seine goldene Maske nie abnahm, der im Raum neben an sei. Zusammen mit seinen vier Schlägern würden sie von der Ziegelei aus in die Nekropole aufbrechen, ohne die Regierung mit in Spiel zu bringen und sich an den Artefakten und Schätzen dort gütig tun.
Die Truppe ging direkt zur Tat über, sie stürmten in den Raum des Anführers, der sie scheinbar schon gehört hatte und sprang direkt auf Nijara zu. Schon nach kurzem Kampf gelang es ihr den Anführer in Bedrängnis zu bringen, so das Jahan ihn mit dem Krumsäbel von der Seite erstechen konnte. Pippes nahm wie gewohnt die Handlanger mit seiner Schleuder unter Beschuss. Diese waren allerdings alle der Blitzmagie mächtig. Und beschworen einen Zauber herauf mit der sie bei Berührung Stromschläge durch ihren Feind schicken konnten. Allerdings ging das nur durch metallische Rüstung, was die Schurken in eine Bedrängnis brauchte, denn gerade mal die intimsten und verwundbarsten Stellen waren bei Nijara, die sie unablässig mit schweren Hieben Angriff so viel ihr auch der erste Schurke unversehens zum Opfer, während dieser noch überlegte wo er sie anfassen könnte. Seine drei Kumpel hatten da weniger Skrupel. Der erste fasste ihr direkt an die Brüste. Ein Stromschlag durchfuhr Nijara und brachte ihr Herz zum Stillstand.
Geistesgegenwärtig sprach Ptenemip einen Heilspruch und holte sie zurück ins Leben. Vollkommen echauffiert von diesem Frevel sprang Nijara auf und in einer flüssigen Bewegung enthauptete sie den Busengrapscher. Nun waren es nur noch zwei Schurken. Und auch der nächste griff ihr wieder an die Brüste mit ebenso dem Erfolg, dass ihr Herz zum Stillstand kam. Damit sie nicht wieder Aufstände, rammte der zweite ihr sein Schwert in den Körper. Doch den Heilkünsten von Ptenemip waren sie nicht gewachsen. Erschaffte es Nijara schwer angeschlagen erneut ins Leben zurück zu holen und diese reagierte sofort, indem sie dem Schurken vor ihr das linke Bein, noch im Liegen abtrennte, bevor Pippes diesen direkt zwischen die Augen traf und er bewusstlos zusammensackte. Der letzte Schurke erkannte seine ausweglose Lage und ergab sich.
Er wurde gefesselt genau wie sein bewusstloser Kamerad, den Ptenemip wieder heilte. Die beiden sprachen frei heraus, und entschuldigten sich, was Nijara nicht davor abhielt beiden eine saftige Ohrfeige zu verpassen. Die Gruppe erfuhr, dass ihr neuer Anführer ihre Verbrecherbande zu einer Sekte umfirmiert hatte und sie den namenlosen Pharao anbeteten. Außer dass er für den namenlosen Pharao die Nekropole plünderte, durch einen Geheimgang der von der Nekropole in die Ziegelei führte wussten sie aber nichts genaueres über seine Pläne. Die gestohlenen Gegenstände, fand man schnell in der großen Truhe des Anführers, dem dessen Leiche man den passenden Schlüssel abnehmen konnte.
So brachte Nijaras Gruppe die Gefangenen zu Shepsis, um sie der Gerichtsbarkeit zu übergeben.